Trainer & Managerspekulation (mit & ohne Quelle) – Borussia Dortmund – Forum | Seite 912

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Zitat von mba123

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Zitat von MCU_71

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Wir müssen uns da auch nicht einig werden.
Es gibt Bewertungstabellen an denen man sich richten muss. Wenn der Auftrag CL Quali ist oder war und man es nicht schafft, dann kann man sich das zukünftig auch sparen, sondern sagt dem Trainer, Saison zu Ende bringen, egal wie.

Für den Verein und die Entwicklung ist die CL alternativlos, gehen wir davon aus, dass wir Spieler verkaufen die viel Geld bringen, fallen mir auf Anhieb nur Spieler ein wie Gittens, ggf. noch Kobel um Einnahmen zu genieren. Auch wenn Gittens aktuell nicht an die Topspiele anknüpft, könnte er uns in der Zukunft fehlen. Auch Spieler wie Kobel oder Schlotterbeck könnten den Verein verlassen, wenn man nicht in der CL spielt.
Mit dafür verantwortlich ist dann auch der Trainer, der auch an Niederlagen beteiligt war, wo er nicht richtig agiert hat. Jetzt auf einmal alles Friede-Freude Eierkuchen? Das sehe ich anders.

Nur ein Beispiel: Man kann gegen Barcelona durchaus verlieren, nur in der Art und Weise ist das peinlich, das widerum ist gegen Spiegelung Deiner Aussage dann wieder auf die Fitness und Abläufe zu erklären und auf keinen Fall des Trainers Schuld. Das stimmt so nicht.

Wenn die Mannschaft so kaputt und angeschlagen war, warum hat dann Tullberg dann etwas hinbekommen, was Kovac in mehreren Spielen nicht hinbekommen hat, ich nehme an das Tullberg die Mannschaft nicht kaputt gemacht, sondern so übernommen hat, wie vorgefunden.

Du musst mir auch nicht Weitsicht kommen oder Klugheit, wenn ein Verein die Ziele weit aus den Augen verliert, muss der Verein reagieren, dass kann bei Sahin schon zu spät gewesen sein. Die Quittung bekommen wir jetzt, dass wir den Zielen hinterher jagen und notwendige Einnahmen fehlen könnten.

Natürlich kann man auch die Entwicklung der Mannschaft als Maßstab nehmen, positiv auch dass man nach Rückschlägen in der CL wieder in der BL gewonnen.

Nur das so tun dass jetzt alles gut ist, stimmt so nicht und eine Aussage wie defensive Stabilität oder ähnliches ist eben keine Aussage die man so nennen darf, oder Kovac schafft es die ind. Fehler abzustellen das ist nicht korrekt, oder ist jetzt als Gegenbeispiel Ancelotti der « blöde » weil Rüdiger durchdreht oder « Hasenhüttl » kein guter Trainer weil Arnold jemanden ohne Not umtritt?

Ich bleibe dabei, dass man jemanden bewerten muss an irgendetwas und ganz klar sagt, die Erwartung stimmt und der Tabellenplatz ist alles andere egal, sage ich aber Du musst die CL erreichen und erreiche die dann nicht, dann muss man auch konsequent sein und in diesem Falle sagen, Danke aber das war es.

Damit ist das Thema für mich beendet und die Zeit wird zeigen, was passiert. Ich habe gesagt wie ich das sehe und die von Dir verlangte Weitsicht würde ich so umsetzen dass man das an der CL Quali festmacht, kommt das nicht, muss ich mich auf einen Trainerlösung, vielleicht mal ohne Stallgeruch, festlegen, mit dem ich dann auch langfristig meinen Kader festlege, inkl. eine Absprache welche 10 Spieler den Verein verlassen können, bzw. müssen.

Ich habe übrigens in meinem ursprüglichen Post mehrere Sachen geschrieben, für mich bleibt noch einiges zu klären, warum man sehr viele Gegentore bekommt, dass ist auch unter Kovac so, auch dies wäre für mich mit ein Grund einen Trainer zu bewerten. Auch die Aussage Schlotti fehlt, zählt da nicht, da er auch unter Kovac gespielt hat; Sahin hat auch viele Verletzte und musste damit umgehen, daher halte ich: Es ist alles besser unter Kovac als Aussage für nicht richtig.

Auch wenn Kovac nicht die ganze RR Trainer war, die Tullberg Punkte mal geschenkt dazu, sind wir unter dem Skill eines BVB, was Abgrenzung zum MF betrifft, was Gegentore betrifft, nur bei den erzielten Toren ist eine Steigerung zu den anderen Bundesligisten zu sehen. Die 30 Punkte pro RR hielt ich pers. immer für das Mindeste was der Verein erreichen muss, da müssen wir jetzt schon zu 100% punkten in 3 Spielen.

Aber mMn ist nicht für die Vereinsspitze relevant, aber ich als User sehe mich pers. dazu dann aufgefordert etwas zu schreiben, wenn andere User aus meiner Sicht Sachen schreiben, die so nicht zutreffen und das Wichtigste der Verein hat nichts von Platz 6; für uns zählt alles unterhalb von Platz 4 eben nicht mehr. Das muss der Anspruch sein eines jeden Trainer in 17 Spielen das zu erreichen, sonst hat er es mMn nicht verdient den Vertrag verlängert zu bekommen. Daran arbeitet das Team von Kovac noch, mit leider offenen Ende…

Ich möchte einige Punkte aus Deiner Argumentation kritisch hinterfragen, da sich aus meiner Sicht einige Widersprüche ergeben:

Einerseits betonst Du, dass ausschließlich die Champions-League-Qualifikation das entscheidende Kriterium für die Trainerbewertung sein soll. Andererseits erkennst Du auch positive Entwicklungen an (z.B. bessere Reaktion nach CL-Rückschlägen, Steigerung bei erzielten Toren). Das passt nicht ganz zusammen: Entweder zählt allein die Endplatzierung – oder man bewertet auch die Entwicklung.

Du kritisierst, dass die Mannschaft weiterhin viele Gegentore kassiert, obwohl Du gleichzeitig anmerkst, dass Kovac die Mannschaft in einem angeschlagenen Zustand übernommen hat. Wenn die Voraussetzungen schon schwierig waren, ist es logisch, dass Probleme nicht sofort verschwinden. Trotzdem wird Kovac dies komplett negativ ausgelegt.

Du lobst Tullbergs kurzfristigen Erfolg, forderst aber gleichzeitig langfristige Planung und Weitsicht beim Trainer. Das steht sich ein Stück weit entgegen: Einzelne kurzfristige Erfolge sollten bei einer langfristigen Strategie nicht überbewertet werden.

Während Du sehr klar ablehnst, dass aktuell « alles gut » sei, erkennst Du aber durchaus Verbesserungen an. Das ist auch völlig legitim – jedoch wird jede positive Entwicklung in Deiner Argumentation dann wieder relativiert, sodass der Eindruck entsteht, dass nur die negativen Aspekte zählen.

Schließlich betonst Du, dass einzig Platz 4 zählt und alles andere irrelevant ist. Wenn das wirklich der einzige Maßstab sein soll, müssten dann auch alle Fortschritte oder Zwischenschritte konsequent ignoriert werden – was dem Ansatz, an Entwicklungen zu arbeiten, widersprechen würde.

Zusammengefasst:
Deine Argumentation schwankt zwischen einem sehr harten, rein ergebnisorientierten Maßstab (nur CL-Qualifikation zählt) und einer Anerkennung von Teilerfolgen. Für eine klare Bewertung wäre es aber wichtig, sich auf eine Linie festzulegen: Entweder man bewertet rein nach Tabellenplatz oder berücksichtigt auch die Entwicklungsarbeit.

Nur als Impuls – die Zeit wird zeigen, ob die Entscheidungsträger im Verein ähnlich konsequent bewerten, wie Du es forderst.

Letztendlich geht es nur darum, was man nächste Saison von Kovac erwarten kann.

Liefe es wie mit Bosz damals, der anfangs alles gewann und dann einbrach, könnte das dennoch für die Champions League Quali reichen. Weitermachen sollte man in dem Fall aber vermutlich nicht.
Unter Kovac ist die Entwicklung positiv. Das muss man ihm zu Gute halten. So rum spricht es viel mehr für den Trainer als wenn man am Anfang die Punkte holt und am Ende die Niederlagen kommen.

Vom Verein würde ich aber eine viel tiefergehende Begründung erwarten. Da sollte man genau wissen, was verbessert wurde und was nicht. Da ginge es darum, inwieweit Kovac den Spielern taktisch hilft, dass ihre Stärken besser zur Geltung kommen und ihre Schwächen weniger ins Gewicht fallen. Welche taktischen Lösungen Kovac für verschiedene Situationen anbietet. Wie er das im Vergleich zu anderen Trainer handhabt. Wie er Talente fördert. Und so weiter.

Nun, was genau passieren wird, können auch Profis nicht sagen. Aber man kann schon abschätzen, wo Kovac die Mannschaft eher weiterbringen wird und wo es eher Probleme geben könnte. Und dann muss man entscheiden, ob das vielversprechend ist.

PS: Allerdings ist die Realität dann doch oft, dass der Verbleib des Trainers nur davon abhängt, ob er das nächste Spiel gewinnt. Dabei ändert das eine Spiel überhaupt nichts an seiner Qualifikation. Von daher ist vieles vermutlich gar nicht so professionell durchleuchtet, wie man es erwarten sollte. Zunge raus

Man kann im Fußball sowieso nie eine Garantie haben – egal bei welchem Trainer.
Fußball bleibt einfach unberechenbar, und dazu kommt nächste Saison noch die verkürzte Vorbereitung wegen der Klub-WM. Das wird nochmal ein extra Handicap.
Gerade deshalb ist es wichtig, auf eine erkennbare Entwicklung zu setzen – und die gibt es unter Kovac eindeutig:

– Das Team wirkt stabiler

– punktet konstant

– schlägt starke Gegner und direkte Konkurrenten

– Leistungsträger wie Guirassy liefern richtig ab

– Talente kriegen Chancen und entwickeln sich

Kovac hat das System angepasst (Dreierkette + Schienenspieler) und die Mannschaft funktioniert.
Da braucht’s keine große Analyse-Runde mehr.
Alles spricht dafür, ihn weitermachen zu lassen – wer jetzt auf Risiko geht und alles über den Haufen wirft, macht einen Fehler, egal wie man die Saison jetzt beendet.

Wir haben jetzt in fünf Bundesligaspielen nacheinander gut und verdient gepunktet.

Bisher hat Kovac noch nicht so viel nachgewiesen, um zu behaupten « Da braucht’s keine große Analyse mehr ».
Ich halte es jedenfalls für schwer, daraus Erwartungen an die nächste Saison abzuleiten. Da würde ich schon gerne verstehen, was Kovac genau macht. Wer kann denn beispielsweise sagen, mit welchen Mitteln Kovac einen defensiv eingestellten, diszipliniert verteidigenden Gegner knackt? Welche Abläufe helfen hier? Was ist der Unterschied zu anderen Trainern? Wie kommt der Ball in den Strafraum? Schafft es Kovac den Ball dort häufiger hinzubringen als andere Trainer? Wie befreien wir uns Drucksituationen? Schaffen wir es vielleicht diese von vornherein zu vermeiden?

Einiges wurde hier im Forum schon detaillierter diskutiert. Ich denke, da gibt es eben auch Gründe, weswegen Kovac nicht der Richtige sein könnte.
Eine Analyse halte ich jedenfalls für sinnvoll. Was wir in der nächsten Saison zu erwarten haben, ergibt sich nicht aus den letzten guten Spielen. Da ist noch nicht die Konstanz über einen längeren Zeitraum gegeben, um das Normalniveau bestimmen zu können.
Der Trainer macht im Normalfall auch nicht den riesen Unterschied. Es geht nicht darum, ob wir nächste 55 oder 70 Punkte holen. Es geht eher darum, ob wir 63 oder 69 Punkte holen. Das ist aber, aus meiner Sicht, immer noch ein sehr relevanter Unterschied. 6 Punkte mehr können in einer Saison wie dieser den Unterschied zur Champions League Quali machen. In anderen Saisons können sie den Gewinn der Meisterschaft ermöglichen.
Aber man sieht es nicht so schnell, ob man den 6 Punkte Plus Trainer nun hat oder nicht. Auf die 15 Bundesligaspiele unter Kovac gerechnet, wäre der Unterschied sogar nicht einmal 3 Punkte. Genau aus diesem Grund muss man genauer hinschauen, um die Qualität von Kovac zu beurteilen, meiner Meinung nach. Die Begründung sollte hier auch nicht mit der Dreierkette aufhören. Diese spielt die halbe Bundesliga. Da gibt’s ‘ne 50/50 Chance, dass ein x-beliebiger Trainer die spielen lässt. Es geht viel mehr darum, wie diese Grundformation taktisch und personell mit Leben gefüllt wird. Das unterscheidet die Trainer voneinander und da sollten zumindest unsere Verantwortlichen wissen, was Kovac da im Vergleich besser oder schlechter macht als andere. Hier im Forum kann man das nicht verlangen, es ist aber trotzdem ständiges Thema. Und meiner Meinung nach kommt es auch vor allem darauf an. Es sei denn, man hat einen wie Klopp vor sich, der über Jahre seine Qualität nachweisen konnte, da kann man tatsächlich behaupten « Da braucht’s keine große Analyse mehr ».

Du redest von « genauer Analyse », aber was du da forderst, klingt mehr nach übertriebenem Zerdenken. Kovac hat in den letzten Wochen klare Fortschritte gezeigt – das Team wirkt stabiler, spielt konstant gut und schlägt die direkten Konkurrenten. Und du ziehst immer noch in Zweifel, ob das reicht, um ihn weitermachen zu lassen? Sicher, es ist noch nicht alles perfekt, aber was genau erwartest du in einer so kurzen Zeit? Willst du wirklich von den ersten paar guten Spielen die Qualität eines Trainers beurteilen?

Klar, Kovac hat noch nicht alle taktischen Details entschlüsselt, aber das kommt mit der Zeit. Du fragst, wie er gegen defensiv starke Gegner vorgeht – was ist, wenn genau das der Punkt ist? Er arbeitet an Lösungen, und man sieht, dass das Team besser wird. Die Frage, ob Kovac den Ball mehr in den Strafraum bekommt als andere Trainer, ist doch eher eine Nebensache, wenn du dir die Gesamtentwicklung anschaust. Natürlich gibt es noch Optimierungsbedarf, aber das ist bei jedem Trainer so, besonders wenn er erst seit ein paar Monaten da ist.

Der Vergleich mit Klopp ist wirklich lächerlich – du kannst nicht erwarten, dass jeder Trainer sofort über Jahre hinweg nachweisen kann, was er drauf hat. Was Kovac macht, ist vielversprechend, und gerade jetzt die Geduld zu verlieren und auf Risiko zu gehen, wäre schlicht und ergreifend der Fehler. Der Erfolg, den wir momentan sehen, ist keine Glückssache, sondern das Ergebnis von harter Arbeit und einem Plan, der langsam aufgeht.

Die Dreierkette mag mittlerweile jeder spielen, aber das bedeutet noch lange nicht, dass jeder Trainer damit gleich erfolgreich ist. Kovac hat diese Formation gewählt und das Team darauf eingestellt – es läuft, also warum die ganze Aufregung, als ob das Zufall wäre?

Wenn du in den letzten fünf Spielen nichts siehst, was auf eine positive Entwicklung hindeutet, dann weiß ich auch nicht. Manchmal ist der Unterschied eben nicht in den dramatischen « großen » Erfolgen zu finden, sondern in der konstanten Verbesserung. Wenn du diese Fortschritte immer noch in Frage stellst, dann könnte es sein, dass du einfach nicht bereit bist, ein bisschen Geduld zu investieren.

Du beschreibst nicht, was Kovac genau macht, sondern sagst im Prinzip nur, dass es gut ist, was Kovac macht. Dann beschreib doch, was genau gut ist.

Den Klopp Vergleich hast Du nicht verstanden. Ich erwarte überhaupt nicht, dass wir so einen Toptrainer bekommen könnten und dass das hier der Anspruch ist, im Gegenteil. Nur deine Aussage, dass man bei Kovac gar nicht genau hinschauen müsse, weil er ja schon die oberflächliche Bewertung keine Widersprüche zuließe, passt aus meiner Sicht eben nur bei nachgewiesenen Toptrainern.
Man sieht doch, wie oft Trainer scheitern. Und du meinst, man muss bei Kovac nicht genauer hinschauen?
Kovac Nachweis lässt keine anderen Meinungen mehr zu, aus deiner Sicht?

Klar, kann man zu dem Schluss kommen, dass Kovac der richtige ist. Ich würde aber gerne genauer wissen, warum das so ist.
« Harte Arbeit », « ein Plan », « Dreierkette », « klare Fortschritte », « konstante Verbesserungen », « keine Glückssache », « positive Entwicklung », « als ob das Zufall wäre », « das Team wirkt stabiler », « spielt konstant gut », « schlägt die direkten Konkurrenten ».
Das alles beschreibt nicht, was Kovac macht. « Dreierkette » ist die einzige konkrete Maßnahme hier und eben noch nichts, was Kovac hervorhebt gegenüber vielen Trainern. Und die restlichen Wörter beschreiben überhaupt nicht, welche Maßnahmen Kovac ergreift, sondern sind positive Bewertungen ohne Inhalt.

Du wirfst mir vor, nicht zu beschreiben, was Kovac konkret macht, sondern nur zu sagen, dass es gut ist. Aber genau das ist ja der Punkt – ich habe nicht gesagt, dass alles perfekt ist. Die Kritik an Kovac ist ja gerade, dass wir noch nicht genug über seine konkreten taktischen Mittel wissen, um ein klares Urteil zu fällen. Genau deshalb war mein erster Text eine Aufforderung zur detaillierteren Analyse! Es geht mir nicht darum, bloß positives Feedback zu geben, sondern darauf hinzuweisen, dass wir noch keine langfristigen und messbaren Erfolge sehen, die Kovac über alle Zweifel erheben.

Zu deiner Kritik an den Begriffen wie „Dreierkette“, „harte Arbeit“ und „positive Entwicklung“ – genau diese sind eben die zentralen Elemente, die Kovac in den letzten Wochen eingesetzt hat. Die Dreierkette mag mittlerweile jeder spielen, aber Kovac hat sie taktisch so angepasst, dass sie besser funktioniert als bei vielen anderen Teams. Die Spieler haben in dieser Formation eine klarere Rolle, und Kovac hat darauf aufgebaut, die Defensivstruktur zu stabilisieren und gleichzeitig offensiv etwas mehr Flexibilität zu schaffen. Diese grundlegenden Veränderungen sind eben das, was er macht – auch wenn sie auf den ersten Blick nicht immer spektakulär wirken.

Das „konstante Fortschreiten“ und die „positive Entwicklung“ sind keine leeren Floskeln – sie bedeuten, dass Kovac das Team Schritt für Schritt stabilisiert. Es gibt keine sofortige „magische“ Lösung gegen alle Gegner, aber du kannst in den letzten Spielen sehen, dass er Anpassungen vornimmt und das Team von Spiel zu Spiel sicherer wird. Und das ist nicht „Zufall“ – du siehst, wie sich die Spieler verbessern, wie sie in Drucksituationen ruhiger bleiben und das System umsetzen.

Es ist ja genau der Punkt, dass Kovac noch nicht der fertige Trainer für Borussia Dortmund ist, der in der Lage ist, sofort gegen jeden Gegner eine perfekte Lösung zu finden. Aber die Entwicklung in den letzten Wochen zeigt, dass er mit harter Arbeit, einem Plan und einem klaren Konzept in die richtige Richtung geht. Das zu erkennen und Geduld mit seiner Entwicklung zu haben, ist meiner Meinung nach notwendig – und nicht einfach „glauben, es läuft nur gut, weil es gut läuft“.

Es gibt zwar Anzeichen für Fortschritte, aber der Zeitraum ist einfach zu kurz, um eine fundierte Prognose abzugeben. Zu viele Unklarheiten bestehen noch – etwa, wie Kovac langfristig mit unterschiedlichsten Gegnern umgehen wird, wie sich seine Lösungen gegen hochklassige Teams entwickeln und ob er in der Lage ist, auf langfristige Krisen schnell zu reagieren. Es wäre daher verfrüht, jetzt schon zu behaupten, dass Kovac der ideale Trainer für die nächsten Jahre ist und das habe ich auch nie getan.

So lange Kovac nach und nach Lösungen findet, auch wenn sie noch nicht perfekt sind, sollte man ihm die Zeit geben, die er braucht. Und genau darauf kommt es an: nicht sofort alles zu bewerten, sondern den gesamten Entwicklungsprozess im Blick zu haben. Und auch wenn Fußball ein kurzweiliges Vergnügen ist, zumindest mal die nächste Halbserien sollte dafür abgewartet werden.

Was ich auf dem Platz erkenne, kann ich nicht immer in taktischer Fachsprache ausdrücken, mit allen Feinheiten – ich bin auch nur ein „Forum-Tourist“ ohne Trainerschein, aber ich habe genug Erfahrung als Fan und Fußball-Konsument, um zu spüren, dass es in die richtige Richtung geht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Coq-au-vin am 29.04.2025 um 10:50 Uhr bearbeitet