BVB – Transferpolitik – Borussia Dortmund – Forum | Seite 2307

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Zitat von Circial

Zitat von Allusion09

Zitat von Holzschuh85

Zitat von Allusion09

Zitat von Circial

Zitat von ChaosTiufal

Zitat von MalenEnjoyer

Zitat von Killertut

Im Transfer Update hat Plettenberg übrigens gesagt, dass die Bellingham Alternative Jashari wohl erst ab 40Mio wechseln wird und er dann zu teuer für den BVB wäre.

Also am Besten nicht mit der Idee anfreunden.

Die Gehälter steigen, Umsätze steigen, Preisgelder steigen, Sponsorengelder steigen. Alles steigt, aber man hält dennoch seit knapp 10 Jahren an den magischen 30 Millionen fest. Das ist halt auch nicht mehr zeitgemäß. Irgendwann muss man in diese Sphären vordringen, das machen Teams auf unserem Level seit Jahren. Ob Jashari jetzt der Spieler ist, für den man es machen sollte sei dahingestellt. Auch wenn ich sein Profil deutlich dem eines Bellinghams bevorzuge.

Welche Vereine sind das denn?

Atletico, Inter Mailand, AC Mailand, Juventus, Aston Villa, West Ham, Newcastle, Brighton, AS Rom, RB Leipzig, Napoli, Nottingham Forest, Bournemouth, Wolves, Everton, Leicester haben alle bereits Summen wie diese für Spieler ausgegeben. Jetzt sind die meisten dieser Vereine nicht die Paradebeispiele von nachhaltigem Wirtschaften allerdings ist der BVB um ein vielfaches Umsatzstärkster als jeder Verein in dieser Liste.

Ist Jashari vom Profil der richtige Spieler, ist man von dem Spieler überzeugt und entspricht der Preis ungefähr der internen Bewertung dann muss man auch bereit sein die Geldsäcke zu öffnen. Die Kritik ist doch an der Erwartungshaltung für Discounterpreise Markenqualität zu bekommen. Bei Lebensmitteln mag das zwar halbwegs funktionieren aber im Fußball muss man auch so realistisch sein das U25 Spieler für bis zu 30 Millionen auf den meisten Positionen auf dem Papier meistens erstmal nur die Breite des Kaders verstärken.

Exakt! Hier wird mittlerweile überwiegend so getan als würden 40 Millionen Zugänge uns sofort in eine Niebaum 2.0 Zeit verfrachten, dabei wäre es schlicht das gleiche Ablöse-Niveau, das wir bereits vor 10 Jahren gezahlt haben. Wenn man sich im Jahr 2025 automatisch von jedem Transfer verabschiedet der >35 Millionen kostet dann wäre die Risikoaversion faktisch größer geworden und das Resultat bei allem anderen als überproportional guter Arbeit (und wir arbeiten nichtmal proportional gut) ein Verlust von Qualität.

Die Reaktionen hier im Forum zeigen, aber, dass sich viele schlicht an diese Risikoaversion gewöhnt haben und denken dies sei das Normal, das der Verein eben maximal leisten kann. Dem ist nicht so und wenn man wirklich wieder auf die Plätze 12-18 im europäischen Vergleich schielt kommt man langfristig nicht drum herum zumindest ähnlich zu transferieren.

Vorweg: das Ende deines Beitrags ist doch Murks.
Wir SIND europäisch in den Top12, das beweisen sportliche sowie finanzielle Fakten.
Wir messen uns aktuell mit Vereinen wie Arsenal, Inter, Juve, Tottenham, Atletico – und wenn man großzügig ist auch mit Sporting, Leverkusen, Aston Villa. In dem Vergleich schneiden wir ganz schön gut ab und ich sehe nicht, warum das langfristig anders werden sollte.
Der Blick vieler hier geht aber eher nach oben (Bayern national angreifen, europäisch unter die Top8) und dabei muss man sagen, dass wir finanziell nicht werden mithalten können. Um dafür trotzdem Chancen zu haben, reicht die plumpe Analogie « wenn die Preise steigen, muss man einfach proportional mehr zahlen » nicht.
Wir müssen deutlich größere finanzielle Sprünge machen oder mit unserem Geld viel besser umgehen als es die Top8 tun, weil die alle leider Goldesel im Garten stehen haben.

Einen Jashari oder einen Cherki für 40 Mio zu kaufen, wenn man kurz vorher noch für 15-20 Mio hätte haben können, das gehört für mich einfach nicht in die Kategorie clever und garantiert nicht in die Kategorie « muss man halt machen, der Markt ist so ».

Wir brauchen mMn entweder jedes Jahr nen 100-Mio-Abgang ODER ein in der Breite stetig steigendes Kaderniveau.
Die 100 Mio-Strategie zu verfolgen, ist als Nebenstrategie sicher ok, aber als Hauptstrategie mMn bescheuert. Wir müssen also symbolisch eher darauf schielen dauerhaft 40-60 Mio Spieler zu produzieren und ich finde es reichlich risikohaft für diese schon initiativ 40 Mio hinzulegen.

Von daher finde ich « risikoavers » ne ganz fiese Nachrede und wünsche mir auch, dass man solche Transfers nur macht, wenn da relativ sicher der nächste 100-Mio-Transfer in Aussicht steht…und das sehe ich weder bei Cherki noch bei Jashari.

Zunächst einmal würde ich dich bitten andere Beiträge nicht als Murks zu benennen, insbesondere wenn du selbst sehr leicht zu falsifizierende Aussagen triffst. u.a. wir seien sportlich in den Top 12, was mit Blick auf die Metriken in den nationalen Ligen in den letzten 2 Jahren definitiv nicht mehr zutrifft.

Zweitens sollten wir in der Diskussion bei den getätigten Aussagen bleiben und nicht wieder reflexartig in irgendwelche Pseudoerwartungshaltungen a la Bayern oder europ. Top 8 driften, die seit min. 1 Jahr hier so gut wie niemand mehr kommuniziert hat. Mit einem 40 Millionen Top Transfer wäre man Lichtjahre von den Summen die die Top 8 oder der FCB zahlt entfernt. Dementsprechend ist es ziemlich ermüdend hier sofort wieder die Schwarz-weiß Denke heranzuziehen und die Forderung nach Umsatz-proportionalen Ablösesummen mit utopischen Erwartungshaltungen gleichzusetzen.

Der Kern meiner Aussage war, dass wenn wir 40 Millionen Ablösen kategorisch ablehnen wir risikoaverser handeln als unsere Konkurrenz (aus Umsatzperspektive) und als wir selbst vor 10 Jahren. Ein anderer User hatte hier bereits aufgeführt, dass sich die MWs in diesen Jahren deutlich nach oben entwickelt haben, während unsere Ablösesummen seit 10 Jahren stagnieren trotz kontinuierlichen steigendem Umsatz. Das ist nichts anderes als Risikoaversion.

Auch im europäischen Vergleich sind wir diesbezüglich so weit weg von unseren Nachbarn, dass dies nicht nur mit anderen finanziellen Modellen oder unverantwortlichen finanziellen Wagnissen erklärt werden kann, sondern schlicht damit, dass wir Risiken aufteilen wo wir nur können.

Einschub: Du zählst willkürlich Vereine auf mit denen wir uns umsatztechnisch messen und nennst u.a. welche die nicht ansatzweise den Umsatz haben den wir haben: Sporting, Leverkusen. Hier unsere tatsächlichen direkten Konkurrenten nach Umsatz sortiert und dahinter deren Toptransfer (Quelle: Deloitte):

Platz 8: Liverpool –>Wirtz: min. 130 Millionen
Platz 9: Tottenham –> 64 Millionen
Platz 10: Chelsea –> 121 Millionen
Platz 11: Dortmund –> 35 Millionen
Platz 12: Atletico –>127 Millionen
Platz 13: Milan –> 50 Millionen
Platz 14: Inter –>74 Millionen

Alle Vereine in unseren Umsatzregionen sind deutlich weniger risikoavers. Das heißt nicht immer, dass dies per Automatismus zu mehr Erfolg führt, aber es ist schlicht und ergreifend Fakt, dass wir gemessen an unserem Umsatz weit unterproportional bereit sind hohe Ablösesummen auszugeben und wir definitiv in der Lage wären dies zu tun.

Höhere Ablösesummen bedeuten tendenziell mehr Qualität, weil Marktwerte idR durch nachgewiesene Leistungen wachsen und nachgewiesene Leistungen in der Regel die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass eine Leistung X erneut gezeigt werden kann.

Negativbeispiele wie Tottenham oder ManU sind dabei genauso wenig falsifizierend, wie Beispiele von Liverpool und Co. verifizierend sind, aber die Logik lässt keinen anderen Schluss zu.
Wenn man sich dieser Logik versperrt und den Ansatz wählt unterproportionale Ablösen zu zahlen, kann man dies tun, wird aber langfristig überproportional gute Arbeit machen müssen, um für weniger Input (Ablöse) gleichen Output (Qualität) zu bekommen, da der Gamble ohne nachgewiesene Qualität (=MW Anstieg) ein größerer wird.

Ich verstehe daher nicht, wie man es konsequent abzulehnen versucht adäquate Ablösen zu zahlen und von DIESER VF erwartet, dass sie auf einmal mit unterdurchschnittlichen Ablösen überdurchschnittliche Qualität holen. Damit erwartet man von einer VF die bislang in vielerlei Hinsicht ihre Spielrunden verloren hat, dass sie weiterhin mit weniger Mitteln die Konkurrenz mit mehr Mitteln schlägt (obwohl diese in vielen Fällen de facto gar nicht mehr Mittel hat, sondern diese schlicht nicht so stark diversifiziert).
Ich traue dies unser VF nicht zu und bin bereit zu akzeptieren, dass sie durchschnittlich gute Arbeit macht. Dafür muss man im Bereich der max. gezahlten Ablösen aber wieder bereit sein mehr Geld auszugeben, sonst verliert man langfristig. Es gibt gute Gründe dafür, dies zu befürworten, wenn es Sinn macht.

Ich verschiebe die ganze Sache mal in die Politik, weil ich glaube da passt es besser hin. Auch @Utzel , weil der Teil mit den Gehältern der Antwort an dich geht.

Das mit den Gehältern bei Ablöse von 40-60 stimmt doch nicht. Hier eine Liste der Spieler die 24/25 für über 40 Millionen innerhalb einer Top 5 Liga gewechselt sind und deren Grundgehalt laut Capology:

Alvarez 75mio (7Mio Gehalt), Marmoush 75 Mio (18 Mio), Kvaratskhelia 70 Mio (16 Mio), Solanke 64 Mio (5.5 Mio), Yoro 62 Mio (7Mio), Neto 60 Mio (9.9 Mio), Gonzalez 60 Mio (3.7 Mio), Neves 60 Mio (4.8 Mio), Onana 60 Mio (8.6 Mio), Koopmeiners 58 Mio (5.8 Mio), Olmo 55 Mio (12.5 Mio), Olise 53 Mio (13.5 Mio), Felix 52 Mio (8.2 Mio), Luiz 51 Mio (8.3 Mio), Plahinha 51 Mio (10 Mio), Simmons 50 Mio (6 Mio), Ugarte 50 Mio (7.4 Mio), Doue 50 Mio (6 Mio), Kilman 48 Mio (6.2 Mio), Rutter 47 Mio (4.6 Mio), de Ligt 45 Mio (12 Mio), Calafiori 45 Mio (7.4 Mio), Maatsen 45 Mio (6.1 Mio), Zirkze 42 Mio (6.4 Mio), Gallagher 42 Mio (9 Mio), Gray 41 Mio (4.6 Mio), Anderson 41 Mio (2.4 Mio), Pacho 40 Mio (4.5 Mio), Khusanov 40 Mio (1.2 Mio).

Ich denke man sieht sehr gut das der BVB die meisten dieser Gehälter auch zahlen könnte. Ebenfalls sollte gesagt sein das bei Spielern die zu Topclubs gehen das Gehalt auch zum Teil von deren Gehaltsgefüge bestimmt wird. Wechselt ein etablierter Spieler für über 50 Millionen zum FC Bayern München wird dieser ein Gehalt von über 10 Millionen bekommen. Würde der Spieler (ohne das es explizites Interesse von den anderen Vereinen gibt) zu Borussia Dortmund wechseln wäre das Gehalt am Ende deutlich geringer.
Ich möchte gar nichts darüber sagen ob die Spieler ihr Geld wert sind. Ein Userschreibt etwas von Standing, das wäre mir persönlich egal, weil einen mit großer Transfersumme aber wenig Plan raushauen sehe ich als verschwendetes Geld.
Ein Koopmeiners oder ein Neto sind halt ein hollendische/portugisische Nationalspieler aber das war es dann auch und ein wirklicher Star wäre keiner von ihnen. Große Aufmerksamkeit würde man mit ihnen glaube ich nicht generieren. Mir ging es in der Liste auch gar nicht darum diese ganzen Vereine zu loben. Ich wollte nur eine Liste teilen von Vereinen die eben auch mal Geld in die Hand genommen haben. Mal hat es geklappt, mal ging es in die Hose genau wie die Transfers mit geringem Volumen. Ehrlichgesagt wirtschaften die viele dieser Vereine ziemlich schlecht und kollabieren am Gewicht der eigenen Investitionen oder haben halt einen Investor der sicherlich irgendwann den Geldhahn zudrehen wird.

Um Flop und Top zu bewerten möchte ich mal alle Spieler die im Jahr 23/24 für mehr als 40 Millionen gewechselt (Saudi Arabien ausgeschlossen) sind begutachten. Mit den 18-24 Monaten seit Verpflichtung finde ich es Ok mal eine Bewertung vorzunehmen. Ich behaupte nicht hier die Weisheit gefressen zu haben was den Status aller Transfers angeht aber ich glaube das meine Näherung durch Marktwert zumindest ein ordentlicher Indikator ist.

Declan Rice 116 Millionen: Erwartungen erfüllt, vielleicht etwas zu teuer.
Moisés Caicedo 116 Millionen: Kein Flop, Chelsea hat überbezahlt
Jude Bellingham 113 Millionen: Erwartungen übertroffen
Harry Kane 95 Millionen: Erwartungen erfüllt
Randal Kolo Muani 95 Millionen: Flop, weil viel zu teuer
Josko Gvardiol 90 Millionen: Erwartungen erfüllt, vielleicht zu teuer.
Rasmus Hojlund 78 Millionen: Flop, weil viel zu teuer.
Kai Havertz 75 Millionen: Unterhalb Erwartungen, zu oft verletzt.
Dominik Szoboszlai 70 Millionen: Erwartungen übertroffen
Mason Mount 68 Millionen: Flop, weil invalide.
Goncalo Ramos: Unterhalb Erwartungen, kein Flop, zu teuer.
Romeo Lavia: Unterhalb Erwartungen, weil invalide.
Matheus Nunes 62 Millionen: Unterhalb Erwartungen, kein Flop, zu teuer.
Christopher Nkunku 60 Millionen: Flop, weil invalide.
Manuel Ugarte 60 Millionen: Unterhalb Erwartungen, kein Flop, zu teuer.
Jeremy Doku 60 Millionen: Erwartungen erfüllt
Sandro Tonali 59 Millionen: Erwartungen erfüllt
Moussa Diaby 55 Millionen: Erwartungen erfüllt
Brennan Johnson 55 Millionen: Erwartungen erfüllt
Andre Onana 50 Millionen: Flop, weil viel zu teuer und zu schlecht
Min-jae Kim 50 Millionen: Unterhalb Erwartungen, kein Flop, zu teuer.
Ousmane Dembele 50 Millionen: Erwartungen übertroffen
Matheus Cunha: 50 Millionen: Erwartungen übertroffen
Cole Palmer 47 Millionen: Erwartungen übertroffen
James Maddison: Erwartungen erfüllt
Lucas Hernandez 45 Millionen: Unterhalb Erwartungen, kein Flop, invalide.
Axel Diasi 45 Millionen: Flop, weil viel zu teuer
Bradley Barcola 45 Millionen: Erwartungen übertroffen
Havey Barnes 44 Millionen: Unterhalb Erwartungen, kein Flop, zu teuer.
Mohammed Kudus 43 Millionen: Erwartungen erfüllt
Alexis Mac Allister 42 Millionen: Erwartungen übertroffen
Jurrien Timber 40 Millionen: Erwartungen erfüllt
Pedro Porro 40 Millionen: Erwartungen erfüllt
Micky van de Ven 40 Millionen: Erwartungen übertroffen
Ryan Gravenberch 40 Millionen: Erwartungen übertroffen

Ich habe mal die Marktwerte als Indikator genommen. Sind diese oberhalb der Kaufsumme würde ich von übertroffenen Erwartungen sprechen, sind sich auf ähnlichem Niveau wie die Kaufsumme würde ich von erfüllten Erwartungen sprechen und sind diese deutlich unterhalb der Kaufsumme sind die Spieler entweder unter den Erwartungen oder Flops. Ist natürlich nicht perfekt aber ich denke das ist schon ok.

Von den 35 Spielern sind insgesamt 6 gefloppt und 7 unterhalb der Erwartungen. Die restlichen 22 Spieler (also ungefähr zwei drittel) haben die Erwartungen erfüllt oder übertroffen. Interessant ist bei den 13 enttäuschenden Verpflichtungen die Mehrheit der Spieler von Chelsea, PSG und United verpflichtet wurden die bekanntlich bei Ablösen eine Superclubsteuer zahlen und eben auch mal auf gut Glück 60 Millionen ausgeben.

Ich würde aber behaupten das kaum einer der enttäuschenden Spieler (Dauerverletzte mal ausgeschlossen) dieser Liste in das BVB Beuteschema passen würde. Ebenfalls bin ich überzeugt das ein Nunes, ein Hojlund, ein Ugarte, ein Kolo Muani, … alle das BVB Niveau hätten und hier bei marktwertrealistischen Ablösen vielleicht nicht ganz die Erwartungen erfüllt hätten aber eben dennoch einen sportlichen Wert hätten und von ihrem Niveau her in der ersten Elf spielen würden. Außerdem muss ich aber festhalten das die typischen Fehler der gescheiterten Transfers (kein Bedarf, Ablöse deutlich über Marktwert, viel Geld für einen Kaderspieler) beim BVB deutlich unwahrscheinlicher wären als sie das bei Superclubs sind.

Ich hatte mal was geschrieben zu den Summen die ich als Mindestinvestition auf einer Position sehe um ein Upgrade zu bekommen, wenn man einen Spieler kauft der nicht über 25 Jahre alt ist:

Torwart: nicht möglich
Innenverteidigung: 40-50 Millionen für RIV, für LIV eigentlich nicht möglich
Außenverteidiger: Ich würde so 30 Millionen für RVs ansetzen und 25 für LVs
Mittelfeldspieler: Kosten liegen bei mindestens 40 Millionen
Offensives Mittelfeld: Hier würde ich Kosten von mindestens 50 Millionen prognostizieren
Offensive Außen: Auch hier würde ich Kosten von 40 Millionen sehen
Sturm: nicht möglich

Natürlich kann man, das wurde ja zur genüge gesagt gut scouten oder Glücksgriffe tätigen aber das sehe ich halt nicht. Die Dortmunder Vereinsführung hat ja durchaus ein ordentliches Händchen, weil man mit den meisten Verpflichtungen der letzten Jahre eigentlich ungefähr das bekommen hat was man bezahlt hat bzw. viele Spieler sogar Marktwertsprünge machen konnten. Nur fehlt halt so ein bisschen die tragende Weltklasse im Kader die man früher mit Sancho, Bellingham, Haaland, Auba, Dembele, Lewandowski, Götze, … hatte. Seitdem hat die Konkurrenz ihre Arbeit allerdings deutlich verbessert und Spieler mit entsprechendem Talent sind generell deutlich schwerer zu bekommen.

Und wenn man sich die Spieler unterhalb der Erwartungen und die Flops der letzten Jahre anschaut hat man Süle, Haller, Couto (der vielleicht den turnaround schafft), Duranville, Sabitzer ein relativ eindeutiges Bild. Bei Haller und Duranville hat man Pech mit Verletzungen gehabt, bei Süle hat den Spieler falsch eingeschätzt und wollte Geld sparen (ablösefrei), bei Couto hat man am Bedarf vorbei gekauft weil man sparen wollte (keinen LV geholt) und bei Sabitzer hat man das Profil des Spielers oder den Bedarf falsch eingeschätzt.

Wäre ein Transfer der Kategorie 40-50 Millionen an der Tagesordnung hätte ich allerdings nicht die große Sorge das man am Bedarf vorbei Kauft, weil ich davon ausgehen würde das man sich das ganze sehr gut überlegen würde und eben nicht getrieben von FOMO oder anderen Gründen (Statementtransfer) die Geldbörse öffnet. Generell hat die Transferpolitik unter Kehl eigentlich gezeigt das man Spielerqualität gut bis sehr gut einschätzen kann aber bei Profilanalyse und Bedarf unter anderem wegen einer Sparpolitik bei Spielern und Trainer immer mal wieder Fehler macht. Ganz vermeiden lassen sich Fehler natürlich nicht aber die Wahrscheinlichkeit eines Fehlers würde ich aber bei einem großen Transfer allerdings als deutlich geringer einschätzen, weil der Spieler schließlich eine A Lösung wäre und dementsprechend weniger Kompromisse beinhalten würde.

Sind jetzt Cherki oder Jashari die Spieler bei denen der Geldbeutel geöffnet werden sollte. Bei Cherki wäre ich von der Qualität überzeugt, bin mir aber nicht sicher ob er vom Typ her passen würde weshalb die Vereinsführung hier versucht durch zögern den Preis zu drücken. Und bei Jashari bin ich vom Spielertyp überzeugt, hätte aber sorgen, weil er ‘nur’ Belgische Liga gespielt hat. Man sieht aber finde ich in der Sofascorebewertung der CL Spiele (6.97) das er auch gegen Qualitativ gleichwertige/bessere Gegner nicht untergegangen ist. Eine definitive Bewertung in Sachen Qualität möchte ich als Laie bei keinem der beiden geben. Aber bevor ich den Fehler der bei Couto gemacht wurde wiederhole würde ich vielleicht eher in den sauren Apfel beißen und anstelle über den ‘schwierigen Markt’ zu jammern eben das Geld (wir reden von 5-10 Millionen Mehrkosten) bezahlen. Die Phrase ‘wer billig kauft, kauft zweimal’ ist natürlich nicht universell anwendbar lässt sich aber auch im Fußball anwenden, weil die Korrelation aus Marktwert/Ablöse eines Spielers und Qualität nicht von der Hand zu weisen ist.

Ergänzend zu deinem Beitrag habe ich mir auch nochmal die Rekordablösen der etablierten (!) Bundesligisten angeschaut und diese in Relation zum jeweiligen Personalaufwand des Vereins gestellt. Denn auch wenn andere Vereine (vor allem internationale) sicherlich trotz ähnlichem Umsatz mehr Geld für Spielerablösen ausgeben können, so wäre die These der BVB Risikoaversion bei Transferablösen nur widerlegt, wenn andere Vereine nicht nur eine gemessen am Umsatz prozentual höhere Ablöse, sondern auch entsprechend höhere Personalkosten tragen würden.
Hier die Übersicht mit den Personalkosten aus 2023 (letzter veröffentlichter DFL Geschäftsbericht) und dahinter die Rekordablöse der Vereine in Prozent zu den Personalkosten:

Verein / Personalkosten / Rekordablöse / Prozentualer Anteil
SC Freiburg /88m€ / 10m€ / 11%
Union Berlin / 78m€ / 8.5m€ / 11%
VfB Stuttgart / 106m€ /11m€ /11%
1. FSV Mainz 05 60m€ / 8m€ / 13%
Borussia Dortmund 236m€ / 35m€ / 15%
TSG Hoffenheim 90m€ / 12.5m€ / 20%
Bayer 04 Leverkusen 152m€ / 32m€ / 21%
RB Leipzig 192m€ / 40m€ / 21%
Frankfurt 100m€ / 22m€ / 22%
Borussia Mönchengladbach 102m€ / 23m€ / 23%
FC Bayern München 416m€ / 80m€ / 23%
Werder Bremen 57m€ / 13.5m€ / 24%
FC Augsburg 47m€ / 16m€ / 35%
VfL Wolfsburg 113m€ / 43m€ / 38%

Wie man sieht bewegte sich Dortmund schon im Jahr 2023 eher am konservativen Rand des Spektrums wenn es darum geht wer welche Rekordablöse in Relation zum eigenen Personalaufwand gezahlt hat. Der VFB hat in der Zwischenzeit seine Rekordablöse von 11m€ auf 27m€ verschoben und wird den Umsatz trotz Anstieg nicht proportional angehoben haben, sodass auch Stuttgart hier mittlerweile über uns stehen sollte. Vereine wie Hoffenheim oder Leipzig setzen sich durch neue Rekordablösen ebenfalls weiter von uns ab, was aber grundsätzlich nicht verwundert. Union hat ebenfalls in der Zwischenzeit eine Ablöse von 10m€ gezahlt und es ist unklar, ob der Umsatz proportional angestiegen ist. Mainz und Freiburg bleiben daher die einzigen Vereine die definitiv risikoaverser in Rekordablösesummen investieren als wir.

Nimmt man den Personalaufwand des BVB aus 23/24 (268,5k€) und nimmt an, der BVB würde sich in o.g. Ansicht im Median positionieren (21%), so läge die Rekordablöse bei 56m€.

Nun könnte man argumentieren, dass die Rekordablöse nicht zu gering ist, sondern die Personalkosten zu hoch. Der Blick’ auf die Personalaufwandsquote zeigt jedoch, dass der BVB im Bundesligavergleich gemessen am Umsatz im ausgewählten Zeitraum nicht überbezahlt. Dies hat sich ein Jahr später nach oben verschoben, sollte aber mittlerweile wieder einigermaßen korrigiert worden sein, wenn ich mich nicht irre – hat aber beides keine Relevanz für den gewählten Zeitraum der Analyse.

Eintracht Frankfurt 42%
Union Berlin 46%
Bayer 04 Leverkusen 46%
Borussia Dortmund 47%
1. FSV Mainz 05 48%
RB Leipzig 49%
VfL Wolfsburg 50%
Werder Bremen 50%
VfB Stuttgart 51%
TSG Hoffenheim 51%
FC Bayern München 51%
FC Augsburg 52%
SC Freiburg 52%
Borussia Mönchengladbach 55%

Aus meiner Sicht bleibt daher kein anderer Schluss übrig als der, dass der BVB auch im Bundesligavergleich risikoavers in Ablösesummen investiert und es durchaus verhältnismäßig wäre, wenn man mal >50 Millionen Euro ausgeben würde. Wie mehrfach erwähnt: Sinnhaftigkeit sollte im Einzelfall bewertet werden, aber der Verweis darauf, dass dies nicht unsere Sphären sind stimmt aus meiner Sicht mit Blick auf die o.g. Daten nicht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Allusion09 am 01.06.2025 um 19:03 Uhr bearbeitet