Es schien alles wie bestellt!
Im Herbst tritt Hans-Joachim Watzke (65) als BVB-Boss ab und lässt sich auf der Mitgliederversammlung zum Präsidenten wählen. Und damit zum Nachfolger von Dr. Reinhold Lunow (71), der seit 2022 diesen Posten bekleidet und damals nach BILD-Informationen versichert hat: Wenn Watzke aus der Geschäftsführung ausscheidet, stelle er sein Amt zur Verfügung.
Daraus wird nichts.
Führte den BVB durch manche Krise und zu großen Erfolgen: Hans-Joachim Watzke (65)
Foto: Getty Images
Am Montag kündigte Lunow zunächst intern an, im November doch für eine weitere Präsidenten-Amtszeit zu kandidieren (BILD berichtete). Ist das etwa der Versuch, Watzke aus dem Verein zu drängen? Kritiker aus Teilen der Fan-Szene werfen ihm u.a. eine „schlechte Außendarstellung des Vereins“ vor. Und auf deren Unterstützung setzt Lunow offensichtlich.
Wer ist Watzke-Rivale?
Geboren in Hemer, 40 Kilometer von Dortmund entfernt, BVB-Gebiet. Medizinstudium, seit 2005 ärztlicher Leiter einer überregional tätigen Praxisklinik mit 22 Ärzten, darunter seine Tochter Anne und sein Sohn Christian.
Motto: „Wir behandeln Menschen und keine Krankheiten“. Ein Schwerpunkt von Lunows Tätigkeit: Bluthochdruck.
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Nach eigenem Bekunden ist Lunow „seit Kindertagen BVB-Fan“. Watzke, den er 1998 kennenlernte, soll ihn als Schatzmeister ins Gespräch gebracht haben, ein Amt, dass er von 2005 bis 2021 bekleidete. Von 2021 bis 2022 war er Vize, dann Präsident, mit 99,5 Prozent der Stimmen als Nachfolger von Dr. Reinhard Rauball (78) gewählt.
Was macht er da?: Torwart wird zur Lachnummer
Quelle: BILD/YouTube @SSUtv Sports30.05.2025
Als „Fußball-Traditionalist aus Überzeugung“ beschreibt sich Lunow selbst. „Erfolg ist wichtig, aber nicht auf Kosten der Tradition und Werte“, sagte er 2022 in seiner Ansprache nach der Wahl, in der er explizit auf die Bedeutung der Fan-Abteilung verwies, „die eine hervorragende Arbeit macht“. Es sind die Fans, auf deren Stimmen Lunow bei der Mitgliederversammlung im November offensichtlich setzt.