„Es war ein guter Auftakt.“
Das Fazit von Leverkusens Sport-Boss Simon Rolfes (43) nach der ersten Info-Veranstaltung zum geplanten „Bayer04-Campus“ am Montagabend in Monheim.
12,5 Fußball-Felder sollen entstehen. Das 120-Millionen-Projekt ist die Zukunft des Double-Siegers. Doch noch haben viele Bürger in Monheim Vorbehalte gegen das Trainingszentrum.
„Ich glaube, das war ein guter Austausch. Das war der erste Tag, an dem wir das vorgestellt haben. Es gibt natürlich viele Fragen, auch von Anwohnern, Bürgerinnen und Bürgern von Monheim. Das ist klar, dass es auch vielleicht kritische Nachfragen gibt, wie die einzelnen Sachen zu sehen sind. Ich glaube, dass so ein Prozess ja wichtig ist und den wollen wir auch anstoßen“, meinte Rolfes. Und: „Es ist unser Anspruch, diesen Prozess so zu gestalten und alle Sorgen von Bürgern zu berücksichtigen und zu analysieren.“
Simon Rolfes und Klubchef Fernando Carro (r./60) stellten ihr Projekt in Monheim vor
Foto: PHILLIP ARENS
Der Manager betonte: „Wir haben uns viele Standorte angeschaut, um zu sehen, wo die Rahmenbedingungen so sind, damit wir das umsetzen können. Und hier ist eine Fläche mit Gegebenheiten, von der wir glauben, dass wir das sehr gut realisieren können.“
Die Zeit sitzt Bayer Leverkusen im Nacken.
„Dadurch, dass der Ausbau der Autobahn auch in Leverkusen immer weiter voranschreitet, wird es für uns die Situation geben, dass wir mit unseren Trainingsplätzen von der BayArena wegmüssen. Dementsprechend müssen wir eine Lösung haben“, meint Rolfes.
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Rolfes mahnt und spricht Klartext: „Ohne die richtige Infrastruktur wird es keinen langfristigen Spitzensport oder Spitzenfußball und Champions League in Leverkusen geben. Deswegen ist das ein wichtiges Projekt für diese Region – und nicht nur für Bayer 04.“
Der Sport-Geschäftsführer würde sich bei der Realisierung „mehr Unterstützung“ wünschen, weil „wir im Fußball und auch als Bayer 04 Repräsentant von Leverkusen, von NRW und von Deutschland sind. Es gibt natürlich auch einen Kampf um Spieler, um gute Spieler. Eine Infrastruktur ist einfach auch ein ganz, ganz, ganz wichtiger Faktor in der Wettbewerbsfähigkeit. Und wenn wir Spitzensport wollen, auch Spitzensport im Nachwuchs wollen, dann brauchen wir dafür auch die entsprechende Infrastruktur.“