Im Januar 2020 kam es zum großen Knall am Rhein!
Ausnahme-Talent Florian Wirtz (22) wechselte damals als 16-Jähriger aus Kölns U17 zum Rivalen Bayer Leverkusen – für schlappe 200.000 Euro. Ein halbes Jahr zuvor hatte er mit dem 1. FC Köln die B-Junioren-Meisterschaft gewonnen.
Die Kölner schimpften über den „Talente-Klau“. Leverkusen erwiderte, Wirtz sei direkt für die Profis eingeplant. Der Rest ist bekannt: Wirtz startete blitzschnell unter dem damaligen Cheftrainer Peter Bosz durch und wurde unter dem Bayer-Kreuz zu einem Welt-Star, der jetzt von Liverpool, dem FC Bayern und Real Madrid umworben wird. Leverkusen ruft in diesem Sommer 150 Millionen Euro Ablöse für den A-Nationalspieler auf.
Sie führten Bayer Leverkusen 2024 zum Double, jetzt trennen sich die Wege von Florian Wirtz (l./22) und Trainer Xabi Alonso (43), der neuer Coach bei Real Madrid wird
Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS
Bayer schnappt Köln 2 Top-Talente weg
Wenige Tage nach dem dramatischen Endspiel um die deutsche U19-Meisterschaft – der gewannt ausgerechnet in Leverkusen 5:4 – gibt es plötzlich diese Meldung: Laut „Geissblog“ wechseln die beiden Brüder Simone (16) und Luca Cannizzaro (12) vom FC zu Bayer 04. Die Top-Talente sind die Söhne von Massimo Cannizzaro (44), einem ehemaligen Kölner Amateurspieler.
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Bei Stürmer Simone Cannizzaro stellt sich die Lage nach BILD-Informationen so dar: Erst im Mai gab Köln ein schriftliches Angebot für den U16-Juniorennationalspieler (6 Länderspiele und 3 Tore für Deutschland) ab, dessen Vertrag auslief. Da hatte aber Bayer schon zugeschlagen.
Die Kölner erhalten nun keine Ausbildungs-Entschädigung, da das Angebot schriftlich und per Einschreiben bis Ende April hätte eingereicht werden müssen.
Besonders bitter ist aus Kölner Sicht auch der Abgang von Luca Cannizzaro, der international schon für viel Aufsehen gesorgt und als „Wunderkind“ beschrieben wird. Wie BILD erfuhr, fragte bereits der FC Barcelona wegen Luca, der 2019 vom SV Lövenich/Widdersdorf kam, an.
Aus Leverkusen heißt, es sei eine Entscheidung der Familie Cannizzaro gewesen, dass beide Spieler gemeinsam auf die rechte Rheinseite wechseln sollen.